Hydrologie

Und was hat das alles
            mit Hydrologie zu tun?

Wie man sieht, spielt der Wasserhaushalt in Mooren die Schlüsselrolle. Die Wasserverhältnisse sind die Grundlage für die Entstehung (und Zerstörung) von Mooren. Daneben sind Moore (v.a. durch das hohe Wasserspeichervermögen der Torfmoose) ein enormer Wasserspeicher in der Landschaft.

Und wer einmal über den Horizont Nordwestdeutschlands hinaus schauen möchte: Im nördlichen Europa, in Westsibirien und Nordamerika, sowie in den feuchten Tropen gibt es großflächige Moorlandschaften. Insgesamt finden sich weltweit schätzungsweise 3.270.000 km2 Moor, wahrscheinlich sogar mehr! Mit einer Zerstörung der Moore gehen nicht nur Ökosysteme mit ihren typischen Arten verloren, es verschwindet auch ein großer Wasserspeicher der Erde!

Wasserprobleme!

Moore sind in ihrer Existenz und Verbreitung also eng an das Wasser gebunden! Ohne Wasser kein Moor. Bei den Hochmooren kommt es von oben, bei den Niedermooren von unten oder der Seite. Aber ohne Wasser geht es nicht. Somit sind viele der Probleme der Moore Wasserprobleme:

  • Moore sind Wasserspeicher in der Landschaft. Der Mensch kann sie aber nur dann nutzen, wenn sie entwässert werden, da sie ansonsten nur schlecht begehbar und v.a. nicht mit Maschinen befahrbar sind. Also werden sie entwässert.
  • Die Entwässerung der Moore für dazu, dass sie nicht mehr natürlich weiterwachsen können, da die Lebensbedingungen der Torf-bildenden Pflanzen nicht mehr gegeben sind. Durch die zusätzliches Belüftung kommt es sogar zu einem verstärktem Abbau des Torfs (Mineralisierung) und zu einer Sackung des Torfkörpers.
  • Eine landwirtschaftliche Nutzung ist nur als Grünland oder durch erheblichen Einsatz von Düngemitteln möglich. Dies führt meist zu einer teilweisen Auswaschung der Stoffe und zu einer "künstlichen" Veränderung der Zusammensetzung der Pflanzengesellschaften
  • Zersetzung und Sackung werden als Degradation bezeichnet und führen zu einer Abnahme sowohl der Wasserspeicherfähigkeit als auch der bereits vorher geringen Wasserleitfähigkeit.
  • Die Nutzung der Moore durch den Menschen führt also in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle zu negativen Folgen bis hin zu einer Zerstörung des Naturraums mit entsprechenden Auswirkungen auf den Wasserkreislauf. Denn Moore fungieren ja, wie eingangs gesagt, als Wasserspeicher in der Landschaft! Und im Vergleich zum verlust des Landschaftsraums Moor ist der finanzielle Gewinn durch die Nutzung als gering einzuschätzen.